Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR e.V.

Betroffene von Zwangsadoptionen und Säuglingstod / Kindestod der ehemaligen DDR suchen Ihre Kinder


Die Petition (Abgabe und offizielle Übergabe im Deutschen Bundestag am 05.04.2018)

 Kommentierung in eigener Sache:


Die  Arbeit der Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR e.V. und der Facebook Gruppe: "Betroffene von DDR Zwangsadoption /Säuglingstod" zeigt nun bereits die ersten Erfolge. Schon bei der Vorstudie zum Thema Zwangsadoption, die von der ehemaligen Ost-Beauftragten der  Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde, um festzustellen ob Zwangsadoptionen aufgeklärt werden können, haben wir intensiv mitgewirkt und Fälle zur Verfügung gestellt.
Dazu haben wir, übrigens ohne Unterstützung und Hilfe von Dachorganisationen, ca. 15 Veranstaltungen durchgeführt und unzählige Gespräche mit Politiker und Institutionen geführt.
Nach einem Autokonvoi durch die ehemalige DDR im April 2018,  überreichten wir am 05.04.2018 persönlich unsere Petition zum Thema Zwangsadoption/Säuglingstod an den Ausschussvorsitzenden des Petitionsausschusses im Deutschen Bundestag.
Schon wenige Wochen später (ein absolutes Novum in der Geschichte des Bundestages), gab es dazu eine öffentliche Expertenanhörung.
Zwischenzeitlich haben wir unzählige Medienberichte unterstützt und begleitet, die wiederum unseren Druck verstärkten. Dazu haben wir immer wieder vertrauensvolle und konstruktive Gespräche im Bundestag geführt und nicht zuletzt auch über unsere Homepage die Bevölkerung informiert und sensibilisiert.
Im Jahr 2018  haben wir eigenständig ein unabhängiges und an den wirklichen Bedürfnissen der Opfer orientiertes Büro zur Beratung in Naunhof bei Leipzig eröffnet. In nur einen Jahr haben wir ca. 50 persönliche Beratungen ehrenamtlich und für die Betroffenen kostenlos durchgeführt. In einem internen Bereich unserer Homepage können Betroffene sich zur Beratung anmelden und erhalten Zugang zu speziellen Services....
Auch Informationsveranstaltungen, Lesungen und BStU-Beratungen führten wir in unserem Büro durch. Zahlreiche Teilnehmer bestätigen die Wichtigkeit dieser Veranstaltungen und der persönlichen Betreuung in unserer unabhängigen Anlaufstelle.
Wichtige Voraussetzungen für eine unabhängige und zielführende Aufarbeitung und Aufklärung, wie:
- Zugang der Akten für alle Beteiligten von Adoption.
- unabhängige Clearingstelle (nicht ohne uns)
- Sicherung der Akten
sind nur drei unserer Forderungen.

Die zwei kürzlich öffentlich bekanntgewordenen Gesetzesentwürfe, die auf unsere Initiative zurückzuführen und somit unmittelbare Folge der in unserer Petition erhobenen Forderungen sind, waren nur der Anfang.
Jetzt gehen wir davon aus, das Stück für Stück alle Punkte unserer Petition beachtet und berücksichtigt werden.

Zusätzlich wurde durch uns, am Beispiel unserer argentinischen und spanischen  Partnerorganisation orientiert ( siehe u.a. Video "internationale Kampagne" ), die Idee der Etablierung eine unabhängigen  DNA-Datenbank in die Diskussion mit den Abgeordneten eingebracht.
Auch diese Idee wurde seitens der Regierungsfraktionen aufgenommen. Nun wurde auch die Etablierung dieser DNA-Datenbank für Kinder und leibliche Eltern, die ungewollt getrennt wurden und die so eine echte Chance haben sich endlich wieder  finden zu können, von den Regierungsfraktionen gefordert.

Wir sind noch nicht am Ziel und die nächsten Aktivitäten lassen nicht lange auf sich warten.

Vorstand der Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR und
die Facebook Gruppe Betroffene von DDR Zwangsadoption /Säuglingstod

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto Vorstand und Unterstützer vor der Petitionsübergabe 05.04.2018von links: Rüdiger Kirsch, Rene Münch, Frank Schumann, Andreas Laake (Vorsitzender), Anett Hiermeier, Kathrin Albrecht Gericke

 

 

 

 

 

Petitionsübergabe im Deutschen Bundestag 05.04.2018versammelte Pressevertreter

 

 

 

Petitionsübergabe am 05.04.2018angereiste Mitglieder der IG vor dem Deutschen Bundestag

 

 

 

 

 

 

Petitionsübergabe am 05.04.2018Luftballonaktion der Mitglieder der IG vor dem Deutschen Bundestag am 05.04.2018






 




Was lange wärt........wird endlich gut !!!

Am Montag den 13.07.2020 wird der Vorsitzende der Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR e.V. , Herr Andreas Laake auf Einladung des "Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen" die weitere Zusammenarbeit zwischen der IGgKDDR e.V. und der "neuen" Clearingstelle für die Aufklärung von Zwangsadoption und vorgetäuschten Säuglings- bzw. Kindstod in der ehemaligen DDR besprechen.

Ja......es ist wirklich Realität geworden und wir freuen uns sehr für alle Betroffenen über diese positive Entwicklung...!!!!!

Kontinuität, Hartnäckigkeit und Professionalität zahlen sich aus...

Die Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR hat vor kurzem die Gesellschaftsform eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins angenommen und zahlreiche Betroffenen haben sich bereits als Mitglieder angemeldet. (Mitgliedsanträge hier auf der homepage verlinkt)

Damit verbunden ist auch der dauerhafte Betrieb einer Clearingsstelle des Landes Sachsen in Naunhof bei Leipzig. Diese zentrale Ansprechstelle der IGgKDDR e.V. nimmt die Interessen der Betroffenen gegenüber der öffentlichen Verwaltung wahr und fungiert mit der Funktion einer Verbindungsstelle zwischen den Betroffenen und der Clearingstelle in Berlin.

Unsere bereits etablierten und erfahrenen Fachberaterteams (jeweils 3 Experten die selbst als Betroffene über umfangreiche jahrelange Erfahrung verfügen) werden die Betroffenen beraten und unterstützen, Fälle registrieren und dokumentieren sowie die Aufklärung formal in Berlin beantragen und die Ergebnisfindung aktiv begleiten.
Zwei fest angestellte Mitarbeiter werden die administrativen und organisatorischen Aufgaben des Betriebes wahrnehmen und eine dauerhafte Ansprechbarkeit innerhalb der Geschäftszeiten sicherstellen.

Der Vorstand wird seine Öffentlichkeitsarbeit weiter intensivieren und parallel zum Aufarbeitungsgeschehen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit durch Aktionen und Berichte zusätzlich steigern. (Konvoi am 13.08.2020 in Berlin und Kongress am 04.09.2020 in Leipzig sowie große internationale Dokumentationsserie zum Säuglingstod - in Vorbereitung)

Über unsere Homepage können Betroffene Kontaktformulare ausfüllen und so Ihre Fälle diskret und geschützt beschreiben und unter anderem auch die Bearbeitung in der Clearingstelle beantragen.

Als eingetragener Verein sind wir eine anerkannte Hilfsorganisation, die für eingetragene Mitglieder eine bevollmächtigtes Vertretungsrecht wahrnehmen kann. Dies stellt für Betroffene einen großen Vorteil gegenüber der Einzelrecherche als Privatperson dar, da die Organisation eine deutlich höhere öffentliche Wahrnehmung und folglich auch Reputation und Autorität besitzt.

Wir empfehlen daher allen Betroffenen im eigenen Interesse die Mitgliedschaft in unserer Organisation.

Mit der zentralen Clearingstelle haben wir als Gemeinschaft einen bedeutenden Meilenstein erreicht und können uns auch mit gewissem Stolz diesen Teilerfolg zuschreiben. Ohne den starken Zusammenhalt der Betroffenen und die Bereitschaft zur Teilnahme an Aktionen hätten wir als Vorstand keine Rückhalt gehabt. Wir haben gemeinsam eine lange Strecke des Kampfes für unser Recht und für Gerechtigkeit hinter uns gebracht.

Mit der Abgabe unserer Petition am 05.04.2018 wurden Forderungen manifestiert, die Aufarbeitung und Aufklärung gewährleisten sollen.

Mit der Änderung des Adoptionsschutzgesetzes und damit der Möglichkeit der Aufklärung von Zwangsadoptionen im Rahmen der Forschung (September 2019) sowie mit der Einrichtung der zentralen Clearingsstelle in Berlin (in Kürze) sind wichtige Teilschritte erreicht.

Nun git es zusammenzustehen und stark und selbstbewusst vorwärts zu gehen!!!!!

Auch die DNA-Datenbank wird ein wichtiger Schlüssel zur Aufarbeitung darstellen, da dies ein sehr wirkungsvoller Baustein zum finden der vermissten Kinder sein wird.

Wir bleiben aber auch weiterhin nachdrücklich mit unserer Forderung zur verpflichtenden Aufklärung Adoptierter über Ihren Status und zur Verbriefung eines Rechtsanspruchs auf Rückabwicklung einer Zwangsadoption auf Wunsch der Betroffenen oder mit der Forderung nach Einrichtung eines Gedenkortes für vermisste Säuglinge / Kinder, deren tatsächliches versterben nicht beweiskräftig nachgewiesen werden kann.

Wir werden euch weiterhin auf dem Laufenden halten.
In diesem Sinne gilt unser Dank allen Betroffenen, Unterstützern und der interessierten Öffentlichkeit für die Ausdauer und Anteilnahme.

Frank Schumann
2. Vorsitzender
Vorstandssprecher
IGgK DDR e.V.


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